Durch den Namen „Lerntherapeutische Hausaufgabenbetreuung“ soll sich unser Projekt deutlich von einer Hausaufgabengruppe, die die Erledigung der Hausaufgaben im Focus hat, abgrenzen. Trotzdem sind die Hausaufgaben oft der Symptomträger vieler Probleme und können deshalb nicht außer Acht gelassen werden. Noch zu erledigende Hausaufgaben lösen familiäre Krisen aus und werden oft zum Schauplatz vielseitiger Beziehungsprobleme und - Strukturen und nicht erledigte Hausaufgaben werden letztendlich schulisch/gesellschaftlich reglementiert.

 

Ziel:

Ziel der lerntherapeutischen Hausaufgabenbetreuung ist es, dass die Kinder wieder Spaß am Lernen und der Schule haben. Schulangst soll reduziert werden und die Kinder sollen mit einem guten Gefühl sowie den gemachten Hausaufgaben am darauf folgenden Tag in die Schule gehen können. Die Erledigung der Hausaufgaben im fief-Familiezentrum soll für das Kind und deren Eltern eine Unterstützung im Alltag sein, sowie das Kind schulisch unterstützen und fördern. Ein Schulabbruch, Schulverweigerung oder sogar ein Schulabgang ohne Abschluss soll mit Hilfe der lerntherapeutischen Hausaufgabengruppe verhindert werden.

 

Zielgruppe

Die lerntherapeutische Hausaufgabenbetreuung richtet sich an Kinder, die keine Motivation haben, in die Schule zu gehen oder ihre Hausaufgaben zu machen und deren Schulabschluss letztendlich gefährdet ist.

Der Schulunlust möchte das fief-Familienzentrum entgegenwirken. Häufig erfahren die Kinder die Schule als Ort, wo wenig ihre Stärken beachtet und ihnen kaum Wertschätzung entgegen gebracht wird. Stattdessen herrscht oft ein Lernklima, dass mit Sanktionen und Strafen besetzt ist. Fehlender Kontakt und nicht gelungener Beziehungsaufbau zu den Schüler und Schülerinnen verhindern oft das sich Wohlfühlen in der Schule, angstfreies Lernen und führt letztendlich oft zu Schulunlust/frust.

 

Die lerntherapeutische Hausaufgabenbetreuung schafft eine Atmosphäre der Sicherheit, Aufmerksamkeit und Zuneigung für die Kinder. Die Kinder werden so angenommen wie sie sind, aber immer in einem Rahmen der Achtsamkeit und des Respekts. Er wird versucht, die Kinder zu motivieren und als Ansprechpartner bieten die Betreuer den Kindern Sicherheit, Kontinuität, Verbindlichkeit, Beziehung geprägt von Empathie, Gesprächsangebote, Austausch und eine Plattform beim Mittagstisch für Alltagssorgen. Die regelmäßige Erledigung der Hausaufgaben ist auf einen langfristigen Erfolg hin angesetzt und steht erst mal nicht nur im Fokus der Hausaufgabenbetreuung. Erst wenn sich das Kind wohl fühlt, wieder motiviert ist und ein Gefühl der Sicherheit hat, ist es auch erst in der Lage, sich seinen Hausaufgaben zu widmen. Das fief-Familienzentrum arbeitet Ressourcen orientiert, d.h. es werden die Stärken des Kindes ‚wieder sichtbar gemacht’, reingespürt und übertragen auf Situationen, die es zurzeit noch nicht so gut bewältigen kann.

Rahmenbedingungen

Die lerntherapeutische Hausaufgabenbetreuung findet montags-freitags von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt. Es wird ein gemeinsamer Mittagsimbiss eingenommen. Die Gruppe kann bis zu 6 Kinder aufnehmen. Es stehen insgesamt drei Räume zur Verfügung. Ein Raum zum Essen und Erledigen der Hausaufgaben, ein weiterer Raum zum Erledigen der Hausaufgaben und Rückzugsraum sowie ein dritter Raum mit einem Tischkicker und vielen anderen Spielen.

Die Hausaufgabenbetreuung basiert auf eine vertragliche Vereinbarung mit den Eltern, die auf ein Jahr angelegt ist. Die Betreuung wird von jungen Erwachsenen durchgeführt (teilweise Studentinnen der Erziehungswissenschaften), deren Schulerfahrung selbst noch nicht so lange her ist. Es finden regelmäßige Teamsitzungen mit Frau Berger und Herrn Jung statt.

Es sind wieder Plätze frei geworden. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Berger unter der Telefonnummer 06171-694260 oder schicken Sie eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstaltungen